Denkst du öfter über die Zukunft oder die Vergangenheit nach? Warum?

An die Vergangenheit denke ich häufiger, an die Zukunft hingegen weniger. Ich liebe die geistige Prokrastination, sich das Leben in vergangenen Zeiten vorzustellen – obwohl es nicht realistisch funktioniert. Das faszinierende ist ja gerade, dass „früher“ zwar nicht alles besser, aber wohl alles anders war. Von den äußeren Dingen bis zum Verhalten, der Kommunikation und dem Selbstverständnis der Menschen. Wie gerne würde ich in die Vergangenheit, beispielsweise ins alte Rom reisen, um mich dort umzugucken und mich zu überzeugen, wie es damals wirklich war (natürlich nur als „Seele“, um das Raum-Zeit-Kontinuum nicht zu verändern). Auf diese Möglichkeit kann man aber noch lange warten, bisher wird nun an den theoretischen Möglichkeiten theoretisiert.
Tatsächlich sollte man natürlich weder über die Vergangenheit, noch über die Zukunft sinnieren. Sondern einfach leben – im hier und jetzt! Denn sämtliche Beschäftigung mit dem Zeitwandel lenkt nur vom Augenblick ab und versperrt den Blick auf Dein Leben – das in jeder Sekunde passiert. Du könntest also etwas verpassen: deshalb bleibe im hier und jetzt!