Immer mehr Nachrichtendienstler brechen ihr Schweigegebot, genannt Geheimverpflichtung, erzählen in Büchern, in Fernsehreportagen und in sozialen Medien ihre und oft auch die Geschichten anderer und bringen diese damit nicht selten ernsthaft in Gefahr.
So berichtet der französische Oberstleutnant a.D. Jean-Francois Lhuillier, Resident des Auslandsnachrichtendienst DGSE in Libyen, über seine Aktionen während geschichtsträchtiger Monate im, Frühjahr 2011. Mit seinem Buch über diese Zeit unter dem Titel „Der Mann von Tripoli – Memoiren eines Geheimagenten“, beschäftigt zurzeit die französische Justiz. Lhuillier wurde festgenommen – wegen der Vorwürfe des Verrats dienstlicher Geheimnisse.
Auch andere ehemalige Nachrichtendienstler wurden vom DGSE verklagt, was in dieser Form in Frankreich ungewöhnlich ist. In Europa sind Buchveröffentlichungen von ehemaligen Nachrichtendienstlern eher selten. Hochrangige BND- und Verfassungsschutzleiter haben bereits häufiger ihre Memoiren veröffentlicht.
Kommt es dabei zu juristischen Anklagen, geht es meist immer um Geheimnisverrat.

Wenn ehemalige Geheimdienstler Bücher schreiben, dann gelangen oft Informationen an die Öffentlichkeit, die eigentlich geheim bleiben sollten. In …
Die Bücher der Spione