Ich bin unzählige Male über den dunklen Fußweg am Bahndamm hinter der Bahnhofsbrücke gegangen –

so oft, dass sich dieser Ort tief in mein Gedächtnis eingebrannt hat. Gegenüber dem alten Stellwerk Ost, im düsteren, über schmutzige Pflastersteine. Seit fast hundert Jahren ein Schleichweg für all jene, die am Bahnhof ankommen und unauffällig, fast klandestin versuchen, in die Stadt zu kommen. Am besten gelang es im Dunkeln, bei Regen, wenn dichter Nebel die Schienen und Signale verhüllt, wie damals, als die Pfiffe der Dampfloks mit den Hafensignalen verschmolzen.

Rechts das stählerne Geländer, links der Bretterzaun. Bis zum eckigen Haus, wo der Weg an der grauen Mauer entlangführte und wo es oft gefährlich wurde.

Doch das sind andere Geschichten.


TREATMILL – das VOL714-Video zum am Bahndamm

YouTube player

Leserbrief schreiben